Restricted Products richtig bewerben – alles rund um Google Policies

Wenn Advertiser nicht nur Produkte für die breite Masse anbieten, kann es sein, dass sie je nach Vertical mit ein paar Restriktionen in Bezug auf programmatische Werbung zu rechnen haben. Wir haben die wichtigsten Richtlinien zusammengefasst, um auch Werbetreibenden mit differenzierteren Produkten ein optimales Werbeerlebnis über DV360 zu bieten.
e-dialog Blogbeitrag Restricted Products richtig bewerben
(c) Unsplash
Historisch gesehen gibt es auch bei Google Ads einige Verticals, die einer besonderen Prüfung unterliegen. Zu denen gehören unter anderem Alkohol, Arzneimittel, Glücksspiel oder auch politische Werbung. Dass es hier grundlegende Spielregeln gibt, ist gut und richtig. Wichtig ist aber, dass Advertiser genügend Möglichkeiten finden, sich innerhalb dieser Rahmen zu bewegen um ihre Audiences gut zu erreichen. Was dabei geht und was nicht, erklären wir euch hier:

Alkohol

Werbung für alkoholische Getränke kennen wir alle zur Genüge aus TV und von Plakaten. Nur Online begegnet einem diese seltener. Dies hat vor allem den Grund, dass sich digital leichter Zielgruppen ein- und ausschließen lassen und hier besondere Richtlinien gelten:
  • kein Targeting an Personen unter 18 Jahren
  • Vorsicht bei der Werbemittelgestaltung: keine Implizierung, dass exzessiver Alkoholkonsum “cool” macht, keine Darstellung von Alkohol am Steuer
Des weiteren ist die Bewerbung von Alkohol nicht in jedem Land gestattet. Beispielsweise in arabischen Ländern ist dies verboten.    Eine weitere Einschränkung gibt es im Bezug auf Remarketing: Aufgrund der Suchtgefahr ist es nicht zulässig, einen Remarketingpixel zu setzen und die User so mit Storytelling oder ähnlichem zu begleiten.  

Arzneimittel

Zuerst muss definiert werden, um welche Art von Arzneimittel es sich handelt. Ist es verschreibungspflichtig, darf hierfür nur in den USA, in Kanada und Neuseeland geworben werden. Bei rezeptfreien Arzneimitteln sieht die Lage anders aus: hier ist eine Bewerbung im DACH-Raum sowie in den meisten europäischen Ländern möglich. Bevor dies aber erlaubt ist, muss der Hersteller von Google zertifiziert werden. Dies ist über ein eigenes Antragsformular möglich. Auch wenn das im ersten Moment nach viel Bürokratie klingt – dadurch wird sichergestellt, dass nur seriöse Anbieter ihre Produkte verkaufen können.   Von Relevanz ist auch hier wieder die Art der Kommunikation: irreführende Behauptungen sind ein absolutes No-Go und werden auch entsprechend mit einer Ablehnung der Werbemittel geahndet.  

Glücksspiel

Die Glücksspielbranche ist ebenso wie das Vertical Alkohol ein sehr sensibles Thema. Auch hier wird großen Wert darauf gelegt, das besondere Regeln eingehalten werden. Für eine Bewerbung von Glücksspiel erfordert es in erster Linie eine nationale Glücksspiellizenz. Auch diese ist via Online-Formular einzureichen.  Folgende Rahmenbedingungen gibt es hier:
  • kein Targeting an Personen unter 18 Jahren
  • die Kampagne darf nur in dem Land ausgespielt werden, für die es auch eine Lizenz gibt und
  • die Kampagne muss sich an alle gesetzlichen Regeln halten
  Wie auch bei der Bewerbung von Alkohol ist hier granulares Targeting, auch beispielsweise Remarketing, nicht zulässig.  

Wahlwerbung

Seit den Präsidentschaftswahlen in den USA 2016 ist Wahlwerbung im Online-Bereich etwas ins Kreuzfeuer geraten. Dabei gibt es gerade für wahlwerbende Parteien viele gute Gründe, warum Online-Werbung Sinn macht. Die Wählerschaft lässt sich digital gut und günstig erreichen. Nichtsdestotrotz gibt es auch hier richtigerweise einige Spielregeln, an die man sich als Partei halten muss:
  • nur verifizierte Wahlwerbende dürfen ihre Ads bei Google schalten
  • Remarketing, sowie Targeting auf Basis von Interessensgruppen ist nicht zulässig
  • Werbung um einen bestimmten Umkreis ist nicht möglich (beispielsweise um die konkurrierende Parteizentrale)
  • Wahlwerbung muss auch als solche gekennzeichnet sein

Tipps:

  • Alle Zertifikate frühzeitig einreichen
  • Genügend Vorlaufzeit einplanen – gerade Werbemittel mit sensiblen Inhalten werden nochmals extra manuell geprüft und die Freischaltung kann hier länger dauern als gewohnt
  • Vor lauter Richtlinien nicht den Kopf in den Sand stecken: man darf diese Verticals durchaus bewerben, muss sich aber als Werbetreibender seiner Verantwortung bewusst sein!
 

Oftmals erscheint es schwer, sich im Dschungel dieser unterschiedlichen Richtlinien und Regeln zurecht zu finden. Bei weiteren Fragen zu diesem Thema, wenden Sie sich gerne an kontakt@e-dialog.at

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