Local Inventory Ads (LIAs)

Neun von zehn Google-Usern suchen regelmäßig nach lokalen Angeboten, die Hälfte der Nutzer stellt Suchanfragen zu Einzelhändlern mit dem Smartphone und diese Zahl steigt laut Google kontinuierlich. Mittlerweile wird nicht mehr primär in Telefon- und Branchenbüchern, sondern online nach Adressen gesucht.

Die Local Inventory Ads ermöglichen es, wie der Name schon sagt, lokale Suchanfragen von Usern gezielt abzufangen und die Nutzer über Produkte in stationären Geschäften zu informieren. 

Jedoch ist die Schaltung von lokalen Inventarkampagnen nicht in allen Ländern möglich. Derzeit ist diese Funktion in den folgenden Ländern freigeschaltet:  US, CA, BR, GB, DE, FR, AU, JP und CH. In AT, DK, NL, NO, SE, IN befinden sich die lokalen Anzeigen in der Beta Phase.

 

Welche Vorteile bringen Local Inventory Ads?

Local Inventory Ads ermöglichen es Unternehmen ihre stationären Geschäfte bei Google zu bewerben, indem das tatsächliche Produktinventar angezeigt wird. Wenn sich Kunden online informieren, sehen sie gleich, in welchen Filialen die gewünschten Artikel verfügbar sind. Zusätzlich können die Geschäfte eine Abholoption anbieten: Die User bestellen online und holen die Produkte noch am selben Tag im Geschäft ab.

Google Shopping Anzeigen sind keine Voraussetzung, um am Programm teilzunehmen und somit können Unternehmen auch ohne eigenen Onlineshop mit online Retailern konkurrieren. Die Anzeigen animieren die Kunden zum Besuch eines stationären Shops. 

Für die Kampagnen selbst sind Anzeigen mit lokaler Produktverfügbarkeit eine Zusatzfunktion, die zu einer Erhöhung der CTR und der Umsätze führen können. Des Weiteren helfen Local Inventory Ads den Omni-Channel-ROAS zu ermitteln und die Kampagnen dahingehend zu optimieren.

 

Wie funktionieren Anzeigen mit lokaler Produktverfügbarkeit?

Sobald ein User auf Google sucht, bekommt er die passende Werbeanzeige zu Geschäften sowie Produktangeboten in der Nähe in der Google Shopping Suche angezeigt. Außerdem wird die tatsächliche Entfernung vom Geschäft eingeblendet, was die Relevanz der Anzeige massiv erhöht.

Nach dem Klicken auf die Anzeige wird der User auf die relevante Page geleitet, die sogenannte Local Storefront. Diese bietet sowohl die nötigen Informationen, z.B. Adresse, Öffnungszeiten oder Telefonnummer zu den Shops, als auch Detailinformationen, wie Größe oder Farbe, zu den Produkten.

Quelle: Google

 

Die Anzeigen mit lokalen Produktverfügbarkeit arbeiten mit Google Shopping Anzeigen zusammen. Dem User werden vorrangig Anzeigen mit lokaler Produktverfügbarkeit angezeigt, sobald er sich maximal 50 km (der Radius kann nach unten angepasst werden) vom Shop entfernt befindet.

Wie richtet man Local Inventory Ads ein ?

Anzeigen mit lokaler Produktverfügbarkeit können unter bestimmten Voraussetzungen geschalten werden. 

1.) Zuerst  braucht es zwei lokale Produktfeeds 

Der erste Feed beinhaltet die lokal erhältlichen Produkte und der zweite erhält das lokale Produktinventar. Wenn mehrere Filialen vorhanden sind, kann für jede ein eigener Feed erstellt werden. Alternativ werden alle Standorte in einen Feed eingefügt. Wie bei jedem Feed, müssen auch diese Datenfeeds den Google Spezifikationen entsprechen.

2.) Danach müssen die nötigen Konten erstellt werden

Damit Local Inventory Ads geschalten werden können, braucht es drei Konten:

  • Ein Google Ads Konto, wo die Kampagnen abgewickelt werden
  • Ein Google My Business Konto, wo die standortbezogenen Geschäftsinformationen verwaltet werden
  • Ein Google Merchant Center, wo das Produktinventar und die Feeds verwaltet werden

 

3.) Aktivierung und Verknüpfung

Um die Anzeigen mit lokaler Produktverfügbarkeit zu schalten, müssen die drei Konten verknüpft, das lokale Inventarprogramm im Merchant Center aktiviert und das Impressum hinterlegt werden.

 

4.) Überprüfung des Inventars durch Google

Sobald die Datenfeeds komplett sind, werden sie bei Google zur Überprüfung eingereicht. Die Überprüfung passiert persönlich vom Werbetreibenden selbst oder telefonisch durch Google in den tatsächlichen Ladengeschäften. Eine hohe Qualität des Datenfeeds ist für die erfolgreiche Listung sehr wichtig. Aus diesem Grund sollten die Feeds regelmäßig aktualisiert und auf ihre Richtigkeit überprüft werden.

 

5.) Die Aktivierung der LIAs

Nachdem das Inventar überprüft wurde, können die local inventory ads im Konto aktiviert werden.

 

Auswertung von Local Inventory Ads

Um den Erfolg der Anzeigen mit lokaler Produktverfügbarkeit zu messen, kann das sogenannte Offline-Conversion-Tracking für die Ladenbesuche in Google Ads herangezogen werden. Sobald ausreichend valide Daten vorliegen, erscheinen diese Informationen im Google Ads Konto.

Innerhalb von Kampagnen oder Anzeigengruppen wird durch das Klicktyp-Segment angezeigt, auf welchen Teil der Anzeige der User geklickt hat.

Quelle:Google

Außerdem zeigt das Tool die Entfernung der User von den Filialen an und ermöglicht eine Auswertung auf Store-Ebene. Zusätzlich kann eine “click & collect” Conversion angelegt werden.

Quelle:Google

Fazit

Local Inventory Ads sind eine sehr gute Möglichkeit, um Multi-Channel-Kampagnen zu erstellen und Kunden auch bei der mobilen Suche zum stationären Standort zu bringen. Durch die Aktualität und hohe Relevanz von Google Shopping Anzeigen können User die gewünschten Produkte online suchen und offline einkaufen. Der Erfolg kann zusätzlich durch das Anzeigen von Store Visits gemessen werden, wobei auch die Kosten pro store visit und die store visits rate berechnet werden.  Dies kann zusätzlich auch bei der automatisierten Gebotsstrategie (smart bidding) miteinbezogen werden.

 

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